Waldeigentum und Waldflächenverteilung

Waldvorkommen in Deutschland:
Deutschland ist ein sehr waldreiches Land. Rund 11,1 Mio. Hektar, knapp ein Drittel der Gesamtfläche sind mit Wald bedeckt.
Dies bedeutet, dass sieben Einwohner auf einen Hektar Wald kommen, in Finnland sind dies nur 0,2 Einwohner. Innerhalb Deutschlands schwankt der Bewaldungsanteil regional sehr stark, es gibt Städte und Gemeinden ganz ohne Wald und welche mit über 90%.

In den letzten vier Jahrzehnten nahm bei uns der Wald, um insgesamt etwa 700.000 Hektar zu, was vor allem auf natürliche Wiederbewaldung (Sukzession) oder die Aufforstung landwirtschaftlicher Brachflächen zurückzuführen ist. Der Zunahme der Waldfläche beschränkt sich dabei jedoch auf ländliche Gebiete. In Ballungsräumen dagegen geht die Waldfläche, wenn auch nur gering weiter zurück, da vielfach Waldflächen für Haus- und Straßenbau oder Gewerbeflächen benötigt werden.

Bundesland (in Hektar) In Prozent
Baden-Würtemberg 1.362.229 38,1
Bayern 2.558.461 36,3
Brandenburg & Berlin 1.071.733 35,3
Hamburg 3.400 5
Hessen 880.257 41,7
Mecklemburg- Vorp. 534.962 23,1
Niedersachsen 1.162.522 23,8
Nordrhein- Westfalen 887.550 26,0
Rheinland- Pfalz 835.558 42,1
Saarland 98.458 38,3
Sachsen 511.578 27,8
Sachsen- Anhalt 492.128 24,1
Schleswig- Holstein 162.466 10,3
Thüringen 517.903 32,0
Deutschland insgesamt: 11.075.799 31,0
Waldbesitzstruktur

Den Besitz am Wald teilen sich private Personen, Körperschaften (Städte und Gemeinden, auch Kirchengemeinden) und der Staat (die Bundesländer und der Bund selbst). Der Privatwald (Treuhand- und Privatwald) nimmt in Deutschland mit etwa 47% der Waldfläche den größten Teil ein. In Bayern gibt es allein rund 500.000 Private Waldbesitzer. Ihr Waldbesitz beträgt im Durchschnitt nur 5 Hektar Waldfläche, die meist auf mehrere Parzellen verteilt sind. Der Großprivatwald mit über 1.000 Hektar Betriebsfläche macht nur einen geringen Anteil (12%) der Privatwaldfläche aus. Im Privatwald gibt es viele forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mehrerer Waldbesitzer zu Forstbetriebsgemeinschaften, die für ihre Mitglieder beispielsweise Maschineneinsätze, die Material- und Pflanzenbeschaffung, oder eine gemeinsame Holzvermarktung organisieren.

Auf Städte und Gemeinden entfällt mit etwa 20% der kleinste Waldeigentumsanteil. Die durchschnittliche Waldfläche dieser Betriebe ist jedoch deutlich größer als die der Privatwälder. Die flächenmäßig größten Betriebe gehören dem Staat und durch den föderalen Aufbau der Bundesrepublik Deutschland den Bundesländern. 34% der Waldfläche ist im Besitz des Staates. Der Bund selbst besitzt derzeit etwa 400 000 Hektar. Es handelt sich hierbei vorwiegend um Wälder mit militärischer Zweckbindung, bzw. Wälder entlang von Bahnstrecken. Die Verwaltung der Bundeswälder ist Aufgabe der Bundesanstalt für Immobilien.

Weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft in Deutschland finden Sie auf den Web-Seiten der Landesforstverwaltungen und unter http://www.bundeswaldinventur.de

Weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft in Deutschland finden Sie auf den Web-Seiten der Landesforstverwaltungen.


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