Baumartenverteilung - eine ökologische Vielfalt

Fichte Picea abies
Kiefer Pinus sylvatica
Lärche Larix decidua,
Larix kaempferi
Buche Fagus sylvatica
Eiche Quercus petraea,
Quercus robur
Die Hauptbaumarten in Deutschland
In Deutschland kommen etwa 90 heimische Baum- und Straucharten vor. Davon nahmen ursprünglich Buche und Eiche den weitaus größten Flächenanteil ein. Durch die Aufforstung früher gerodeter oder durch bäuerliche Waldweide devastierter Flächen kamen in großem Umfang die Nadelbäume, Fichte und Kiefer hinzu, so dass der Wald in Deutschland heute von den vier Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche geprägt wird.

Die übrigen Baumarten finden sich überwiegend auf Sonderstandorten oder als Beimischung in den Beständen der Hauptbaumarten. Dessen ungeachtet haben einige seltenere Baumarten regional eine besondere Bedeutung. So gehört die Weißtanne zu den Charakterbaumarten des Bergmischwaldes süddeutscher Mittelgebirge und der Bayerischen Alpen. Vor etwa 150 Jahren wurde das in Deutschland vorhandene Baumartenspektrum durch den Anbau fremdländischer Baumarten (z.B. Roteiche und Douglasie aus Nordamerika) erweitert.

Die Flächenanteile der Hauptbaumarten in Deutschland sind in untenstehender Grafik aufgeführt:


In den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelte sich ein Trend zum Anbau von Nadelholzwäldern. Verstärkt wurde dieses waldbauliche Handeln durch die Folgen der Kriege, da zerstörte Flächen schnell wieder bewaldet werden mussten. Die Fichte war für diesen Zweck die am besten geeignete Baumart, die schnell hohe Erträge versprach. Trotz dieser waldwirtschaftlichen Vorgehensweise sind uns heute aber noch viele Flächen natürlichen Buchenwaldes erhalten geblieben. Heutige Waldbaukonzepte haben das Ziel, diese zu erhalten und zu fördern.

weitere Nadelbäume:
Douglasie Pseudotsuga menziesii
Schwarzkiefer Pinus nigra
Eibe Taxus baccata
Wacholder Juniperus communis
Strobe Pinus strobus
Nordmannstanne Abies nordmanniana
Natürliche Standortbedingungen Deutschland weist eine große Fülle verschiedenartiger und auf kleinem Raum wechselnder Standortbedingungen auf. Die Kenntnis dieser Verhältnisse ist in der Vergangenheit in allen Bundesländern durch die forstliche Standortkartierung sowie regional durch Biotopkartierungen und Bestandserhebungen von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten erheblich vertieft worden.

Die forstliche Standortkartierung erfasst die forstlichen Standorte nach Klima, Geologie, Böden und Vegetation und dient als Grundlage für die Baumartenwahl. Sie gibt ferner Hinweise für Pflege- und Vejüngungsverfahren sowie für bodenverbessernde Maßnahmen und ist damit wichtige Voraussetzung für den Aufbau stabiler Wälder und ihrer Bewirtschaftung auf ökologischer Grundlage.

Ahorn Acer platanoides,
Acer pseudoplatanus
Esche Fraxinus excelsior
Linde Tilia cordata,
Tilia plattyphyllos
Ulme Ulmus glabra
Hainbuche Carpinus betulus
Wildkirsche Prunus avium
Roteiche Quercus rubra
Birke Betula pendula,
Betula pubescens
Erle Alnus glutinosa
Pappel Populus spec.
Weide Salix spec
Kastanie Aesculus hippocastanum
Esskastanie Castanea sativa
Eberesche Sorbus aucuparia
Elsbeere Sorbus torminalis
Speierling Sorbus domestica
Mehlbeere Sorbus intermedia
Walnuss Juglans regia
Schwarznuss Juglans nigra
Rubinie Robinia pseudoacacia
Felsenbirne Pyrus communis
Wildapfel Malus cummunis
Klima

Im allgemeinen lässt sich in Deutschland von Westen nach Osten sowie von Norden nach Süden eine Veränderung des Großklimas vom maritimen (kühle, regenreiche Sommer, vergleichsweise milde Winter) zum kontinentalen (warme, regenärmere Sommer, kältere, schneereiche Winter, stärkere Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter) Klima feststellen. Besonders in der norddeutschen Tiefebene mit geringen Reliefunterschieden sind diese großklimatischen Veränderungen deutlich ausgeprägt. In den Mittelgebirgen, gibt es dagegen zahlreiche Abwandlungen. Beispielsweise unterscheidet sich an größeren Bergmassiven das Klima der windzugewandten (Luv-Seite) von dem der windabgewandten Seite (Lee-Seite) deutlich.

Geologie und Böden

Die in Deutschland auf kleinem Raum zu findende große Zahl von Ausgangsgesteinen und der darauf entstandenen Böden macht ihre Darstellung in einer kürzeren Schrift unmöglich. In geologischen Karten und örtlichen Standortkartierungen sind ihre Besonderheiten erfasst. Bei der Auswahl geeigneter Baumarten, Einrichtung von Schutzgebieten und anderen Maßnahmen werden diese Karten als Grundlage herangezogen. weitere Laubbaumarten:

Weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft in Deutschland finden Sie auf den Web-Seiten der Landesforstverwaltungen.


webdesign: MUT online, Göttingen 
Bayern
Baden-Württemberg
Saarland
Rheinland-
Pfalz
Hessen
Nordrhein-
Westfalen
Niedersachsen
Hamburg
Schleswig-
Holstein
Mecklenburg-
Vorpommern
Brandenburg
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Berlin